Großer Schritt bei der Umsetzung des Schul- und Sportentwicklungsplanes

In der Sitzung des Gemeinderates am 08.12 2020 wurde der endgültige Projektstart für die neue Zweifeldhalle mit Mensa beschlossen.

Variante 1 - Zweifeldhalle und Mensa im selben Gebäude
Variante 1 - Zweifeldhalle und Mensa im selben Gebäude

In der Sitzung des Gemeinderates am 08.12 2020 wurde der endgültige Projektstart für die neue Zweifeldhalle mit Mensa beschlossen. Ein 4-jähriger Prozess mit einer Sport- und Schulentwicklungsplanung für Reichenbach, einer umfangreichen städtebaulichen Untersuchung für den gesamten Schul- und Sportcampus und einem anschließenden europaweiten Planerauswahlverfahren legte den Grundstein, um diese Entscheidung treffen zu können. Am 08.12.2020 konnte dann zwischen 3 städtebaulichen Varianten, beschrieben werden, ein einstimmiger Beschluss gefasst werden.
 
Im Bereich der Sportentwicklung hatte die Gemeinde unter Beteiligung der Vereine im Jahre 2016 begonnen, die aktuelle Situation zu analysieren und den künftigen Bedarf zu definieren. Die Ergebnisse lagen im Juli 2017 vor. Wesentlicher Inhalt war der dringend notwendige Ersatzbau für die nicht mehr sanierbare über 40 Jahre alte Schulturnhalle, die sowohl durch den Schul- als auch Vereinssport maximal ausgelastet ist.
Auf der anderen Seite gab es auch den Schulentwicklungsplan, der in den Jahren 2017 und 2018 durchgeführt wurde, zu der Entscheidung pro Realschule und gegen eine Gemeinschaftsschule geführt hatte und auch  die Entwicklung des künftigen Schulcampus mit allen Anforderungen aufgezeigt hat.
Beide Pläne mündeten in eine Mehrfachbeauftragung für eine städtebauliche Studie für den gesamten Campus im März 2019. Die Ergebnisse der drei beauftragten Büros wurden vom Gemeinderat unter Beteiligung von Vereinen, Schulen und Elternvertretern in einem Bewertungsprozess im Oktober 2019 diskutiert, bewertet und priorisiert.
Im Nachgang zu dieser Studie wurde aufgrund des Maßnahmenvolumens ein Planerauswahlverfahren im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung notwendig. Daraufhin hat sich der Gemeinderat einstimmig in seiner Sitzung vom 7. Juli 2020 für das Büro Zoll Architekten aus Stuttgart ausgesprochen und dieses Büro mit weiteren Variantenuntersuchungen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Damit sollten Ideen und Vorschläge aus allen drei Entwürfen noch einmal dezidiert geprüft und weiterentwickelt werden.
Nachdem die unterschiedlichen Varianten beide Funktionen Sporthalle und Mensa in einem Gebäude, in getrennten Gebäuden oder auch die Mensa an einem anderen Standort vom Projektsteurer Drees und Sommer sowie von Zoll Architekten vorgestellt wurden, hat sich der Gemeinderat einstimmig für  die Variante 1 – beide Funktionen in einem Gebäude – ausgesprochen.
Architekt Tom-Philipp Zoll stellte der Öffentlichkeit in der Sitzung die einzelnen Varianten im Detail und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile vor.




Variante 1 –  Zweifeldhalle mit integrierter Mensa
EG       Sporthalle teilbar – Tribüne für 150 Zuschauer – Geräteräume – Sportlerzugang von der Seite der Brühlhalle – separater Zugang Gymnastikraum – Zugang Sporthalle für Schüler von der Schule;
Mensa mit Speisesaal mit Terrasse – Küche – getrennter Zugang Schüler und Anlieferung der Mensa – Küche – Sanitärbereich
Gemeinsames Foyer
OG    Technik Lüftung innerhalb der Gebäudehülle – Mehrzweckraum – Gymnastikraum – Umkleideräume

Variante 2 –  Zweifeldhalle und Mensa in zwei nebeneinanderliegenden Gebäuden

EG Sporthalle             Sporthalle teilbar – Tribüne für 150 Zuschauer – Geräteräume – Sportlerzugang von der Seite der Brühlhalle – separater Zugang Gymnastikraum – Zugang Sporthalle für Schüler von der Seite Schule – Teeküche – Sanitärbereich
OG Sporthalle            Gymnastikraum – Umkleideräume

EG Mensa                   Mensa mit Speisesaal – Küche – getrennter Zugang Schüler und Anlieferung der Mensa – Küche – Sanitärbereich – Mehrzweckraum
OG Mensa                  Technik Lüftung außerhalb der Gebäudehülle

Variante 3 – Zweifeldhalle und Mensa im nördlichen Bereich des Schulcampus

EG Sporthalle             Sporthalle teilbar – Tribüne für 150 Zuschauer – Geräteräume – Sportlerzugang von der Seite der Brühlhalle – separater Zugang Gymnastikraum – Zugang Sporthalle für Schüler von der Seite Schule – Teeküche - Sanitärbereich
OG Sporthalle            Gymnastikraum – Umkleideräume

EG Mensa                   Mehrzweckraum
OG Mensa                  Mensa mit Speisesaal – Küche – getrennter Zugang Schüler und  Anlieferung der Mensa – Sanitärbereich


Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten inkl. Grobkostenermittlung

Variante 1    15.950.000€
Vorteile:
Synergie Erschließung Synergie Heizung Synergie Lüftung (eine Anlage für alle Bereiche) Synergie Aufzug Synergie Küche/Foyer Synergie Fluchttreppen Architektonisch einfache Integration der Lüftungsanlage optimierte Gebäudehülle
Nachteile:
Mehraufwand bei Realisierung in Bauabschnitten

Variante 2    17.650.000 €
Vorteile:
Synergie Erschließung Synergie Heizung einfache bauabschnittsweise Realisierung möglich
Nachteile:
separate Lüftungsanlage erforderlich größere Gebäudehüllfläche architektonisch nachteiliger Dachaufbau (Lüftung Mensa) höhere Investitionen/Betriebskosten als Variante 1

Variante 3    18.800.000 €
Vorteile:
einfache bauabschnittsweise Realisierung möglich
Nachteile:
separate Erschließung erforderlich separate Lüftungsanlage erforderlich separate Heizung erforderlich größere Gebäudehüllfläche höhere Investitionen/ Betriebskosten als Var. 1+2

Sowohl Bürgermeister Bernhard Richter als auch die 4 Fraktionen im Gemeinderat sprachen sich für die Realisierung der Variante 1 aus da diese Planung am meisten überzeugt und auch die wirtschaftlichste darstellt. Dabei spielten vor allem die Bewertungskriterien Investitionskosten, Betriebskosten, Synergien Technik sowie die zeitliche Umsetzung und die geringen Risiken beim Vergaberecht eine Rolle. Hervorgehoben wurde auch die Bedeutung des Erhalts der so wertvollen Freiflächen auf dem Campus, für die eine gesonderte Freiflächenplanung erfolgen wird – aktuell sind nur „Platzhalter“ eingetragen.

Die nächsten Schritte werden jetzt die konkrete Planung und parallel dazu die Beantragung von Fördermitteln sein. Darüber hinaus wurde vorgeschlagen, eine interne Kommission zu bilden, die sich mit den Details auseinandersetzt. Bis in einem Jahr soll dann der Baubeschluss gefasst werden und bis Mitte 2024 rechnet man mit der Inbetriebnahme.

Präsentation aus der Gemeinderatssitzung am 8.12.2020 (28,9 MB)

     

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