Diakoniestation Untere Fils: Dank einer Neustrukturierung wird die Zusammenarbeit zwischen den bürgerlichen Kommunen und den drei Kirchengemeinden fortgesetzt - Gemeinden nehmen Kündigung zurück

Nach der Kündigung aller 3 beteiligten Kommunen Reichenbach, Hochdorf und Lichtenwald Ende 2020 hatten im Lauf des letzten Jahres Verhandlungen zwischen den Kommunen, den Kirchengemeinden und dem evangelischen Oberkirchenrat zum Erfolg und zu einer Neufassung der Satzung der Station geführt.

Die Verantwortlichen der Diakoniestation Untere Fils
Die evangelischen Pfarrer Heinrich Hofmann, Jasmin Salzger und Gerald Holzer mit der Geschäftsführerin Brigitte Hummel sowie  Bürgermeistern Bernhard Richter, Gerhard Kuttler und Ferdinand Rentschler (Bild: Karin Ait Atmane)

Mit dem Beschluss über die neue Satzung wurden unter anderem das Ausscheiden der bisher ebenfalls beteiligten Krankenpflegeverein bestätigt sowie die von den Gemeinden gewünschten Änderungen in den Satzungstext aufgenommen und damit die Zusammenarbeit auf neue Beine gestellt.
Neuer Vorstandsvorsitzender des kirchlichen Zweckverbands ist damit Pfarrer Gerald Holzer aus Hochdorf, der die neuen Strukturen Im Rahmen eines Pressegesprächs als zukunftsträchtig bezeichnet.
Dabei wurden Mitte Dezember die neuen Regelungen vorgestellt, die eine Angleichung der Abmangeltragung an die Stimmrechtverteilung vorsehen. Durch Satzungsänderung erfolgt eine paritätische Anpassung der Stimmrechte und des Abmangels im jeweiligen Verhältnis 2/3 Kirche und 1/3 Kommunen – bisher hätten die Kommunen 2/3 des Fehlbetrags tragen müssen. Durch die Neuregelungen erfolgt die Aufnahme einer Geschäftsordnung für den Vorstand, dessen Besetzung durch 3 Vertreter der Kirchen, 2 Vertreter der Kommunen und der Geschäftsführung definiert wird.
Bei der Auswahl der Geschäftsführung, die in absehbarer Zeit ansteht, wird eine Findungskommission gegründet bei der die Kommunen und die Kirchen gleichberechtigt sind.
Im Rahmen der Vorstellung des neuen Satzungstextes und des künftigen Vorstands  betonte Bürgermeister Bernhard Richter für die Kommunen, dass man mit der jetzigen Reglung sehr gut leben könne und daher auch alle 3 Gemeinden ihre Kündigungen widerrufen hätten und somit einer weiteren konstruktiven Zusammenarbeit nichts mehr im Wege stehe. „Gerade in Pandemiezeiten ein gutes Zeichen für alle, die die ambulante Pflege durch einen diakonischen Träger in Anspruch nehmen wollen. Ich denke, die Diskussionen um die Weiterentwicklung unserer Diakoniestation, die bisher immer schwarze Zahlen geschrieben hat, haben sich gelohnt“ so Richter stellvertretend für alle am Entwicklungsprozess Beteiligten. „Planungssicherheit für die Beschäftigten sowie die Patienten ist notwendig“ betonten auch die Geschäftsführerin Brigitte Hummel sowie die Kirchenvertreter.
 
 
 
 

     

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