Hochwasserrückhaltebecken Reichenbachtal – Beginn der Wasserbau- und Dammschüttarbeiten

Die Bauarbeiten am Hochwasserrückhaltebecken sind nach Fertigstellung des Durchlassbauwerkes nun bei den Wasserbau- und Dammschüttarbeiten angelangt. Kurz nach Beginn der Sommerferien fanden parallel zur Straßensanierung an der Landesstraße L1151 Richtung Lichtenwald die restlichen Betonierarbeiten statt.

Blocksätze aus Naturstein als Bauwerksanschluss
Blocksätze aus Naturstein als Bauwerksanschluss

Damit können nun im weiteren Fortgang der Baustelle die Anschlüsse und Sohlbelegung im Ein- und Auslaufbereich sowie die Herstellung des Ökogerinnes anknüpfen. Der Übergang zwischen Bauwerk und natürlicher Geländeböschung erfolgt über Natursteinreihen. Für die Lagestabilität und Dauerhaftigkeit werden diese in Beton versetzt. Zudem werden in diesen Bereichen aufgrund der späteren Strömungskräfte und der daraus resultierenden Schubspannung möglichst gleichmäßige Steinformen verwendet um eine geringe Angriffsfläche zu bieten. Im Zuge der Ökologie werden beim Setzen der Steine die Fugen nicht bis an die Vorderkante der Steine, sondern, um Besiedlungsräume zu schaffen, nach hinten versetzt ausgeführt.  Mit etwas gröber abgestufter Steinschüttung erfolgt der Einbau des Ökogerinnes. Diese Schüttung wird nur zur Stabilität der Übergänge im Ein- und Auslaufbereich in Beton versetzt. Innerhalb des Ökogerinnes werden zur Abbildung einer naturnahen Gewässersohle Störsteine und Querriegel vorgesehen. Auch ist zur Gewährleistung der Wasserführung in niederschlagsarmer Zeit eine mittig angelegte Niedrigwasserrinne eingeplant. Das hochwertige Sohlsubstrat, welches sich derzeit im Umgehungsgerinne befindet, wird kurz vor Inbetriebnahme des Ökogerinnes ausgehoben und auf dieses zur Anreicherung des Makrozoobenthos (Kleinorganismen) gleichmäßig aufgebracht.Darüber hinaus wurde bereits ein aus dem angrenzenden Wald führender Graben in naturnaher Bauweise ausgebaut und die Wasserführung nach den Erfordernissen der Planung angepasst – aktuell würde der Graben auf die Pegelstrecke entwässern, was zu Verfälschungen der späteren Steuerung und Messung führen könnte. 

Parallel zu den oben genannten Arbeiten werden ab Ende Oktober dann die Arbeiten zur Dammschüttung beginnen. Zunächst ist im Zuge der Dammherstellung der so genannte Dichtungskörper, also der Bereich des Dammes, der eine Durchströmung und Unterspülung verhindert, einzubauen. Das Material hierfür, an das besonders hohe Anforderungen gestellt wird, wurde bereits im September und Oktober angefahren und am ehemaligen Hundesportplatz zwischengelagert. Neben der Wasserundurchlässigkeit sowie mineralischen und organischen Bestandteilen, sind ebenfalls auch die chemischen Anforderungen im Rahmen der Einbaufähigkeit maßgebend.Die weiteren wasserbaulichen Maßnahmen umfassen die Herstellung der Pegelstrecke, die Unterhaltungszufahrt im Einlaufbereich sowie den Treibholzfang. Für den Dammkörper sind in den nächsten Schritten eine Drain-Matte und der Stützkörper herzustellen. Über diese Arbeiten werden wir wieder ausführlicher berichten. Trotz des raschen Baufortschritts im Rahmen der Betonierarbeiten des Durchlassbauwerkes, musste die ausführende Firma den Bauzeitenplan nach hinten korrigieren. Die Fertigstellung des Gesamtbauwerkes wird sich dadurch auf das kommende Frühjahr, voraussichtlich zum 30.04.2020, verzögern. Dabei ist gewiss, dass alle Beteiligten alles daran setzen das Becken bis dahin in Betrieb nehmen zu können.

     

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