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30.07.2010 B 10 - Reichenbach bis Esslingen-Sirnau


Einbau eines lärmoptimierten Fahrbahnbelags - Baubeginn 2. August 2010 Mit starken Verkehrsbehinderungen muss während der rund zehnwöchigen Bauzeit gerechnet werden

Wie das Regierungspräsidium Stuttgart aktuell mitteilt, beginnt die notwendige Sanierung der Fahrbahndecke der B 10 auf dem rund 6,9 km langen Streckenabschnitt zwischen Reichenbach und Esslingen-Sirnau am Montag, 2. August 2010. Die Maßnahme ist Teil eines Pilotprojekts, das eine neue, innovative Asphaltbauweise erprobt. Durch den zum Einsatz kommenden Fahrbahnbelag aus lärmoptimiertem Splittmastixasphalt wird der Verkehrslärm deutlich hörbar um etwa 4 Dezibel reduziert. Damit wird ein weiterer Beitrag zum aktiven Lärmschutz geleistet. Die Baukosten für die anstehende Maßnahme belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro und werden vom Bund als Baulastträger der Strecke komplett übernommen. Im Vorfeld der Arbeiten werden noch Vermessungsarbeiten als Tagesbaustellen durchgeführt.

Das Regierungspräsidium Stuttgart setzt zur Minimierung der unvermeidbaren Verkehrsbehinderungen auf eine breite Öffentlichkeitsinformation, auf optimierte Bauabläufe und auf behördenübergreifende Zusammenarbeit. So werden die Bauphasen an die Verkehrsströme der stark befahrenen Bundesstraße (bis zu 87.000 Fahrzeuge für beide Fahrtrichtungen) angepasst. Im stauanfälligen Verflechtungsbereich der B 313 mit der B 10 sowie in ausgewählten Teilabschnitten wird auch am Wochenende und darüber hinaus teilweise nachts gearbeitet. Neben dem Bauablauf spielt die Fertigungsqualität bei dieser Maßnahme eine entscheidende Rolle. So muss der neue Asphaltbelag besonders eben eingebaut werden und hohen Qualitätsanforderungen genügen, um seine lärmmindernde Wirkung voll entfalten zu können. Deshalb wird beim Asphaltieren extra ein zusätzliches Fahrzeug vor dem eigentlichen Straßenfertiger, der sogenannte Beschicker, eingesetzt. Der Beschicker gewährleistet einen kontinuierlichen und ruckfreien Materialzufluss zum Straßenfertiger.

Der Bauablauf gliedert sich in zwei große Bauabschnitte, die aus mehreren einzelnen Bauphasen bestehen:

Bauabschnitt 1
Der erste Bauabschnitt ist 3,7 km lang und liegt zwischen den Anschlussstellen Reichenbach-Hochdorf und Plochingen. Er wird in mehreren Bauphasen komplett in den Sommerferien abgewickelt. In dieser Zeit ist das Verkehrsaufkommen um rund 25% geringer. Begonnen wird in der ersten Woche ab dem 2. August mit der Sanierung der zweiten Fahrspur (Überholspur) in Fahrtrichtung Stuttgart, die hierfür gesperrt werden muss. Anschließend wird die erste Fahrspur (Lkw-Spur) saniert, wobei der gesamte Verkehr in Fahrtrichtung Stuttgart dann bereits über den neuen Fahrbahnbelag der frisch sanierten Überholspur rollen wird. In der letzten Ferienhälfte wird dann die Fahrbahn in Fahrtrichtung Göppingen in Angriff genommen. An sämtlichen Ferien-Wochenenden sind die verkehrlich besonders anspruchsvollen Teilbereiche zwischen den Anschlussstellen Plochingen und B 313 im Bau. Dabei wird dann z. T. auch nachts gearbeitet werden.

Bauabschnitt 2
Der zweite Bauabschnitt ist 3,2 km lang und liegt zwischen der Anschlussstelle Plochingen und der Körschbrücke bei Esslingen-Sirnau. Er wird nach den Sommerferien innerhalb von 4 Wochen saniert. Im Gegensatz zum ersten Abschnitt verfügt die Fahrbahn hier über einen Standstreifen. Nach Beseitigung einzelner Engstellen sind die Fahrbahnen durchgehend breit genug, um behelfsweise eine zusätzliche Fahrspur von der jeweiligen Gegenseite, auf der gerade gebaut wird, aufzunehmen. Damit stehen in beiden Fahrtrichtungen immer zwei Fahrspuren zur Verfügung. Die Staugefahr ist dadurch geringer als im ersten Bauabschnitt.

Obwohl das gesamte Bauablaufkonzept unter den gegebenen verkehrlichen Randbedingungen optimiert wurde, muss während der gesamten Bauausführung mit unvermeidbaren Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Zeitweise müssen auch Anschlussstellen gesperrt werden. Das Regierungspräsidium wird daher rechtzeitig Mitteilungen über bevorstehende Bauphasen und Sperrungen herausgeben, die über Presse und Rundfunk veröffentlicht werden. Baustelleninformationstafeln auf der B 10 und der B 313 vor der Baustelle kündigen die Maßnahme an.

Die Polizeidirektion Esslingen ist über den bevorstehenden Einbau des lärmoptimierten Fahrbahnbelags informiert und für den Zeitraum der Baustelle besonders aufmerksam. Auf Störungen im Verkehrsfluss wird im Rahmen der Möglichkeiten rasch reagiert.

Das Regierungspräsidium Stuttgart und die Polizeidirektion Esslingen bitten die Autofahrer, während der Bauzeit nach Möglichkeit auf Bus und Bahn umzusteigen, Fahrgemeinschaften zu bilden und Freizeitfahrten nicht in die Berufsverkehrszeiten zu legen. Ortskundige Autofahrer werde gebeten den Baustellenbereich weiträumig zu umfahren und das zur Verfügung stehende Straßennetz (beispielsweise die A 8 sowie das örtliche Bundes- und Landesstraßennetz) zu nutzen. Im unmittelbaren Baustellenbereich sollten die Autofahrer besonders aufmerksam sein und sich nicht durch die Bauarbeiten vom Verkehrsgeschehen ablenken lassen.

Bereits in den vergangenen zwei Jahren wurden die beiden an das jetzige Baufeld angrenzenden Streckenabschnitte, Reichenbach bis Uhingen (7,5 km) und von der Anschlussstelle Esslingen bis ES-Sirnau (3,0 km) mit einer Gesamtlänge von rund elf km in dieser Sonderbauweise saniert.

 


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Änderungsdatum 13.08.2010 12:10
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