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Historie unseres Tanklöschfahrzeug TLF 15/53  „Ausführung Bayern“

Im August 1949 erstand die Gemeinde Reichenbach von der Stadt Esslingen eine gebrauchte KS 20 Baujahr 1920.

Nachdem der technische Zustand dieses Fahrzeugs im Einsatz für einen vernünftigen Brandschutz nicht mehr zu verantworten war, stellte die Feuerwehr im April 1954 an die Gemeindeverwaltung den Antrag zum Kauf eines Tanklöschfahrzeuges.

In seiner Sitzung im Dezember 1954 konnte sich der Gemeinderat in Anwesenheit von Kommandant   Bischoff nicht entscheiden, welches Fahrzeug beschafft werden soll, der Beschluss wurde zur nächsten Sitzung zurückgestellt. Obwohl seitens der Feuerwehr ein Mercedes favorisiert wurde, stellte Kommandant Bischoff fest: „…dass die Feuerwehr dem Gemeinderat dankbar sei, wenn ein Fahrzeug angeschafft würde, die Auswahl des Typs aber dem Gemeinderat ganz und gar überlassen bleiben solle.“ 

Im Januar 1955 beschloss der Gemeinderat, für den örtlichen Brandschutz ein Tanklöschfahrzeug der Marke Magirus auf Allradfahrgestell zu  kaufen.

Um die Lieferzeit zu verkürzen, wurde ein „Vorratsfahrzeug“   für eine bayrische Marktgemeinde ohne große Änderungen übernommen. Aus diesem Grund stellte die Gemeinde Reichenbach als erste und wahrscheinlich auch einzige Gemeinde in Württemberg ein Tanklöschfahrzeug nach bayrischer Landesvorschrift in Dienst. Die Abnahme im Werk erfolgte am 1. März 1955.Hochwaaser 1970

Unter dem Kennzeichen „AW 30-8270“ (AW für Amerikanische Zone Württemberg, 30 für den Landkreis Esslingen) wurde das Fahrzeug am 2. März 1955 zugelassen. Der Kaufpreis ohne Feuerwehrtechnische Beladung belief sich auf 41.672,-- DM, der Kreisverband Esslingen gewährte einen Zuschuss von 10.000,--DM.

 

Zu seinem  letzten Einsatz als Tanklöschfahrzeug rückte es am 11. Januar 1985 zu einem Großbrand in einem Gewerbebetrieb aus.

Am  02. April 1986 kam dann das Ende der aktiven Zeit, in der 17 000 km zurückgelegt wurden.

In den Folgejahren war das TLF an verschiedenen Stellen in Reichenbach und auswärtigen Örtlichkeiten untergebracht.

Gelegentlich wurde es zur Teilnahme an historischen Übungen und Fahrzeugpräsentationen reaktiviert. 

Die zum Teil recht mangelhaften Unterstellmöglichkeiten wirkten sich auf  die Substanz des Fahrzeugs nicht gerade fördernd aus. Aus diesem Grund war eine der Erhaltung dienende Instandsetzung unumgänglich. Angehörige der Altersabteilung und der Einsatzabteilung restaurierten deshalb in den Jahren 2001/2002   in vielen Stunden an Fahrgestell, Karosserie und Beladung die notwendigen Teile, um vom Originalzustand möglichst viel zu erhalten.

So ist auch die Lackierung bis auf wenige alters- bzw. einsatzbedingte Reparaturen im Originalzustand und die Beladung entspricht dem Stand zum Zeitpunkt der Auslieferung 1955.

Zur Ausstattung gehört neben dem nach den Richtlinien geforderten frontseitigen Ansaugstutzen und dem Stößelwecker ein SWF-Vierklanghorn, eine zweiteilige Schiebleiter aus Stahl (Fabrikat Magirus), heckseitige Summeranlage zu Verständigung mit dem Fahrer und im Wassertank ein eingebauter 50-Liter Schaummittelbehälter mit festem Zumischer zur Schnellangriffhaspel.  

Änderungsdatum 20.07.2008 21:47
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