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Dampfmaschine

Reichenbacher Dampfmaschine

Die Reichenbacher Dampfmaschine wurde 1891 von der Firma G. Kuhn in Stuttgart-Berg unter der Maschinennummer1847 hergestellt und bis zum Jahre 1977 in der Kantenwein'schen Fabrik ( Naegele-Schock ) zur Herstellung von Seifenpulver,Schuhcreme, Bodenöle sowie Putz- und Reinigungsmittel betrieben. Gespeist wurde die Dampfmaschine aus einem Kessel mit 160° heißem Wasserdampf und mit einem max. Druck von 7,5 bar, der übereine Kohlefeuerung erzeugt wurde. Über Schwungrad ( Durchmesser 2m ) und Riementransmission wurden Arbeitsmaschinen in drei Stockwerken, ein Aufzug, Rührwerke und ein Generator für 110 V-Gleichspannung angetrieben.
Der Zylinderdurchmesser ist 225 mm und der Hub beträgt 500 mm.
Ganze 25 PS (18 kW ) vermochte diese Dampfmaschine zu leisten und doch bedeutete ihr industrieller Einsatz eine entscheidende Entlastung der Menschen von schwerer körperlicher Arbeit.

Diese historische Zeugin eines Meilensteins der technischen Entwicklung der Antriebsmaschinen ist die letzte dieser Art von über ein Dutzend Maschinen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Reichenbacher Betrieben eingesetzt wurden.

Ende 1993 konnte sie in letzter Minute von einer Initiative für Reichenbach gerettet werden. Nach ihrer Restaurierung bedurfte es vieler Spender und Förderer, um den ans Rathaus angebauten Glasanbau zu finanzieren. Am 3. November 1996 wurde sie der Öffentlichkeit übergeben.  Die Maschine kann jederzeit besichtigt und durch Einwerfen einer Münze, angetrieben durch einen Elektromotor, in Bewegunggesetzt werden.

Dampfmaschinenfreunde Reichenbach / Fils
Änderungsdatum 02.05.2007 09:54
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