750. Jahrfeier von Reichenbach - Auftaktveranstaltung in der Brühlhalle

Die Gemeinde Reichenbach feiert 2018 ihr 750. Jubiläum. In der Brühlhalle fand am 27. März die Auftaktveranstaltung statt, in der die Bürgerinnen und Bürger erste Informationen zum Festablauf erhielten, Fragen stellen und sich aktiv einbringen konnten.   

„Wir feiern eigentlich nicht unseren Geburtstag sondern unsere Geburtsurkunde“, meinte Bürgermeister Bernhard Richter in seiner Eröffnungsrede. „Geburtstag haben wir eigentlich viel früher. Gegründet wurde Reichenbach vermutlich im 9. bis 11. Jahrhundert, wie Flurnamen und Nachbarorte vermuten lassen.“ Tatsache jedoch ist, dass die erste Urkunde des Ortes aus dem Jahr 1268 stammt.
 
Deshalb finden 2018 die Jubiläumsfeierlichkeiten statt. „Wir feiern mit der Familie und den Freunden, den Bürgerinnen und Bürgern, den Vereinen, den Schulen und den Kirchen“, so Richter. Er merkte an, dass eine Gemeinde ein solches Jubeljahr nicht ausschließlich mit hauptamtlichem Personal begehen kann. „Das Festjahr soll etwas Besonderes sein, etwas worüber auch später noch geredet wird“, war man sich im Rathaus einig. Aus diesen Diskussionen heraus bildete sich ein Kreativteam unter der Leitung von Thomas Rattay. Bernhard Richter hofft auf ein tolles Jahr miteinander, über das man Jahrzehnte später noch sagt, dass es ein unglaublich schönes Jubiläum war. Gleichzeitig rief er zum Mitmachen auf. Er ist der Meinung, dass dies die Qualität von Reichenbach ausmacht: Man wohnt nicht nur gerne hier und fühlt sich wohl sondern man bringt sich auch ein.
 
Thomas Rattay, Projektleiter des Festteams, informierte die rund 300 Gäste über die Planungen zum 750. Gemeindejubiläum. Es soll eine einmalige, einzigartige, bürgernahe, spektakuläre, sportliche und intensive Veranstaltung für alle Bürgerinnen und Bürger, für Groß und Klein werden, so der Ehrgeiz des Festteams. Die Initiatoren wollen damit Reichenbach über die Grenzen hinaus bekanntmachen. Bei alldem steht der soziale Gedanke stets im Mittelpunkt. Stattfinden wird das Fest vom 20. bis zum 22. Juli 2018 auf dem Brunnenplatz, dem Rathausplatz und in der Hauptstraße. Mit dem Fassanstich wird es am Freitag eröffnet. Die Gäste erwartet ein unterhaltsamer Abend mit Band oder Kleinkunst. Am Samstag soll es ein Fest der Vereine mit Entenrennen und Partyband geben. Der „PlayDay“, bei dem Spiele in der Art von „Spiel ohne Grenzen“ ausgetragen werden, findet am Sonntag, 22. Juli 2018 im Anschluss an einen ökumenischen Gottesdienst statt. Spielorte sind das Reichenbacher Freibad und die Fläche des Schulsportplatzes.
 
Nach dem Motto „Wir für uns“ soll es ein Fest von Reichenbachern für Reichenbacher werden. Die Menschen im Ort werden in die Ideenfindung mit einbezogen, können sich am Kulissenbau oder in anderen Fachgruppen beteiligen, einen Verpflegungsstand betreiben, am Festwochenende mit anpacken und nicht zuletzt ihr Geschick und ihr Wissen bei den Spielen unter Beweis stellen. Ab sofort können Vorschläge für die Spiele eingereicht werden, die lustig, originell, sportlich und kreativ sein sollen. Jede Mannschaft spielt für ein Projekt in ihrem Ortsteil. Sechs Mannschaften sollen gegeneinander antreten. Die Teams haben jeweils eigene T-Shirts. Geplante Gewinnstufen sind für den ersten Platz 5.000 Euro, für den zweiten Platz 2.000 Euro, für den 3. Platz 1.000 Euro und für den vierten bis sechsten Platz jeweils 650 Euro. Je Ortsteil soll es ein Team mit 25 Spielern aus fünf Altersgruppen geben.
 
Die Spiele werden an den beiden Spielstätten mit Kameras aufgenommen und „live“ auf eine große LED-Wand am Rathausplatz übertragen. Mit einem eigens eingerichteten Buspendelverkehr können die Gäste und die Teams zwischen den Spielorten und dem Rathausplatz pendeln.
 
Seit 2016 wirft das Jubiläum seine Schatten voraus. Die von Reichenbacher Schülerinnen und Schülern gestalteten Holzblumen zierten bereits den Ort. Die fröhliche Blumenschar soll langsam auf das Jubiläum einstimmen. In diesem Jahr kommen weitere künstlerische Holzobjekte hinzu. Die geballte Blumenpracht, die über die Wintermonate abgebaut war, konnten die Gäste der Auftaktveranstaltung in der Brühlhalle bewundern.  
 
Wie engagiert die Reichenbacher sind, stellten sie bei der Fragerunde und dem anschließenden Andrang bei den Themeninseln unter Beweis. Es wurde unter anderem gefragt, wie sich die Vereine mit einbringen können. In diesem Zusammenhang wies Bernhard Richter darauf hin, dass Vereine für ihre separat durchgeführten Jubiläumsveranstaltungen von der Gemeinde bezuschusst werden. Der frühere Textilunternehmer Sebastian Otto erinnerte sich an die 700-Jahr-Feier. Es gab damals emotionale, zu Tränen rührende Begegnungen mit Menschen, die vor Jahrzehnten ausgewandert waren. Erste Spielideen wurden in die Runde geworfen, wie ein „Nabada“ auf der Fils, ein Spiel rund um ehemalige Bergwerke oder Zimmermannsarbeiten.
 
Neben der musikalischen Umrahmung durch Axel Egerer und seine Band, hatten die Organisatoren den Auftaktabend mit dem „Reichenbach Klick“-Spiel abgerundet. Nun klärte sich die Bedeutung der Farben der beim Einlass verteilten Fähnchen auf: Es waren die Teamfarben. Als kleine Einstimmung auf den bevorstehenden „PlayDay“ traten vier Teams – gelb, rot, blau und grün – gegeneinander an. Sie mussten Fotos mit verschiedenen Reichenbach-Motiven erraten, von denen sich sukzessive kleine Felder öffneten und den Blick freigaben. „Man muss einfach nur mit offenen Augen durch den Ort laufen, dann sieht man diese wunderschönen Sachen“, so der Moderator Andreas Löffler. Oder wie kann man es auch sagen? „Sie sind der Meinung, das war spitze!“      
    
 Text: Evelyne Scheer; Bild Gemeinde Reichenbach

     

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